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Funktionen und Gebrauch ungemünzten Metalls im westlichen Mittelmeerraum in der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr.


Münze und Geld in der Antike
Betreuung: Prof. Dr. Fleur Kemmers

Das Forschungsprojekt ist eingebettet in das Lichtenberg-Projekt „Münzen und die Dynamik der Macht: Der westliche Mittelmeerraum, 500 – 100 v. Chr.“ unter der Leitung von Prof. Dr. F. Kemmers, das die Entwicklung, die Funktionen und den Gebrauch von Münzen und Geld in der zweiten Hälfte des 1. Jts. v. Chr. unter starker Einbeziehung interdisziplinärer Ansätze untersucht.

Einen Aspekt des Geldes dieser Periode stellt das ungemünzte Metall im westlichen Mittelmeerraum dar. Die dort im 1. Jt. v. Chr. entwickelten Konzepte, die unter anderem auf bedarfsgerecht abgewogene Metalleinheiten als Vorläufer der Münzen zurückgriffen, zeigen regional stark unterschiedliche Lösungen: während in Mittelitalien Bronze in Brocken und Barren genutzt wurde, verwendeten die griechischen Städte im Westen unter anderem solche aus Silber und auf der iberischen Halbinsel kam das sog. Hacksilber, zerhackter Schmuck und Ähnliches, zur Verwendung.

Ziel der Untersuchungen ist, unter besonderer Einbeziehung des kulturellen und archäologischen Kontextes ein besseres Bild zur regionalen und überregionalen Verwendung der Brocken und Barren in der zweiten Hälfte des 1. Jts. v. Chr. zu erhalten, um die Entwicklung des Geldes, dessen Funktionen als Ware, Wertmesser, Zahlungs- oder Werthaltungsmittel sowie deren Auswirkungen auf die Gesellschaft im regionalen und überregionalen Kontext besser verstehen zu können.