29. November 2018 - 24. Februar 2019

Faszination der Dinge - Werte weltweit in Archäologie und Ethnologie

Können Doktorarbeiten spannend, aktuell und allgemein verständlich sein? In spielerisch gestalteten, farbenfrohen Räumen stellen 14 Promovierende und zwei Postdocs der Fächer Archäologie und Ethnologie aus dem Graduiertenkolleg „Wert und Äquivalent“ an der Goethe-Universität ihre Forschungsthemen vor und was sie daran so fasziniert: Wie verändert sich das Essverhalten von usbekischen Migranten in den USA, wie horteten die Römer ihr Geld ohne Bankautomaten, wie lebten und starben Götter in Mesopotamien und welches sind die Unterschiede im Umgang mit dem Tod in Ghana und bei uns?

Anhand von 300 Objekten, Bildern und Fotografien aus Museen unter anderem in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart sowie aus Sammlungen der Goethe-Universität werden die Themen durch Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt lebendig visualisiert. Verschiedene Medien, Hörstationen sowie eigens für die Ausstellung hergestellte Interview-Filme geben Einblick in aktuelle Fragen, zum Beispiel welche Rolle Fanartikel bei Gladiatorenspielen in römischer Zeit spielen. Einer der Filme zeigt auch die berührende Szene, wie die Maori 2017 die Rechte am Fluss Whanghanui in Neuseeland wieder zurückerhielten.

Ein Fotokunstprojekt von Studierenden der Hochschule RheinMain in Wiesbaden gibt den Forschenden des Graduiertenkollegs ein Gesicht. Die atmosphärisch schönen und humorvollen Schwarz-Weiß-Bilder porträtieren die Personen hinter der Wissenschaft und zeigen, dass diese durchaus ihre spielerischen Seiten haben kann.

VERANSTALTUNGEN
29. Januar 2019 - 19:00 Uhr (Eintritt 4 Euro)
Femke Grops (Doktorandin an der JGU Mainz): „Kann das weg oder ist das echt?“ – Glasierte Quarzkeramik und seine magische Bedeutung im Alten Orient

12. Februar 2019 - 19:00 Uhr (Eintritt 4 Euro)
Isabel Bredenbröker (Doktorandin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main): Tote leben länger - Einblick in die Forschung und das Kunstfilmprojekt „Now I am Dead“ über den Umgang mit dem Tod in einer Stadt in Ghana

LEITUNG und KONZEPTION
Charlotte Trümpler, Hans Peter Hahn mit Promovierenden und Postdocs des Graduiertenkollegs

GESTALTUNG
Ursula Gillmann mit Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt

ORT
Museum Giersch der Goethe-Universität
Schaumainkai 83
60596 Frankfurt am Main

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Museum Giersch der Goethe-Universität.