Alexandra Barb | Projekt | Vita | Publikationen 

Wertrelationen und Bewertungskriterien von Handwerk und Kunst in der hellenistischen und kaiserzeitlichen Gesellschaft 

Klassische Archäologie
Betreuung: Prof. Dr. Wulf Raeck

In dem Dissertationsprojekt geht es darum das Wechselspiel von materiellen und immateriellen Bewertungskriterien in Bezug auf „Kunstgegenstände“ in der Antike zu analysieren. Ein Objekt konnte beispielsweise als besonders wertvoll angesehen werden, wenn es nachweislich sehr alt war („Alterswert“) oder namhafte Vorbesitzer bekannt waren („Objektbiographie“). Stammt ein Werk von der Hand eines berühmten Künstlers oder wird eine bestimmte Idee über das Werk transportiert so wird dies Einfluss auf den später angesetzten Preis haben. Des Weiteren nehmen Exotika, also Objekte, die aus einem fernen Land stammen bzw. aus einem nicht leicht zugänglichen oder unbegrenzt zur Verfügung stehenden Material gefertigt sind, auf einer Werteskala wahrscheinlich von vornherein eine höhere Stufe als alltägliche Gebrauchsgegenstände ein.

Vor diesem Hintergrund soll in dieser Arbeit untersucht werden, welche Faktoren in welchem Maße für die besondere Wertschätzung eines Objektes ausschlaggebend waren, wie dies im angesetzten Preis ihren Niederschlag fand und ob diese Bewertungskriterien im Laufe der Zeit Veränderungen unterlagen. Es werden dabei exemplarisch einzelne Objekte unterschiedlicher Gattungen (Skulptur, Architektur, etc.) vorgestellt, auch im Hinblick auf die verwendeten Materialien. Neben den archäologischen Quellen können und müssen auch die schriftlichen Zeugnisse aus der antiken Literatur und Epigraphik dieser Zeit in die Untersuchung mit einbezogen werden.